Autorin: Vera Wiesmüller
Rund um den internationalen Gum Health Day am 12. Mai 2026 beteiligte sich die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) mit mehreren Informations- und Aufklärungsaktionen an der europaweiten Initiative der EFP unter dem Motto „Empowering lives through knowledge“.
Bereits im Vorfeld des Gum Health Day wurde bei der Langen Nacht der Forschung in Graz über Mundhygiene, Zahnfleischgesundheit und Präventionsmaßnahmen informiert. Besucherinnen und Besucher erhielten wissenschaftlich fundierte Informationen und praktische Tipps für eine nachhaltige Mundgesundheit.
Auch die Medizinische Universität Wien setzte im Rahmen der Langen Nacht der Forschung am 24. April 2026 ein Zeichen für mehr Bewusstsein rund um gesundes Zahnfleisch. An der Mitmachstation „iTop Zähneputzen. Wie putzt man Zähne wirklich richtig?“ konnten Interessierte unter Anleitung von Expertinnen und Experten praktische Putztechniken kennenlernen und direkt ausprobieren. Ergänzend vermittelte ein Kurzvortrag Wissenswertes über Zahnfleischbluten, Parodontitis und die Bedeutung frühzeitiger Prävention. Die Aktion verdeutlichte, dass wirksame Vorsorge bereits bei der täglichen Mundhygiene beginnt.
Am eigentlichen Gum Health Day wurde an der Medizinischen Universität Innsbruck ein Knowledge Corner eingerichtet. Studierende und Interessierte konnten sich dort über Zahnfleischgesundheit, Prävention und die Bedeutung einer guten häuslichen Mundhygiene informieren. Die direkte persönliche Beratung bot die Möglichkeit, Fragen zu beantworten und das Bewusstsein für die zentrale Rolle gesunder Zahnfleischverhältnisse zu stärken.
Der Fokus dieser Aufklärungsmaßnahmen liegt auf einem Gesundheitsproblem, das häufig unterschätzt wird: Zahnfleischerkrankungen zählen weltweit zu den verbreitetsten chronischen Erkrankungen. Da erste Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellungen oder Mundgeruch oft schmerzfrei verlaufen, bleiben sie nicht selten lange unbemerkt. Ohne rechtzeitige Behandlung können sie jedoch zum Verlust von Zähnen führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Dabei lässt sich das Risiko durch konsequente häusliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen deutlich reduzieren.
Zunehmend rückt auch die Bedeutung der Mundgesundheit für den gesamten Organismus in den Fokus der Forschung. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Auswirkungen von Parodontitis nicht auf die Mundhöhle beschränkt bleiben, sondern mit verschiedenen systemischen Erkrankungen in Zusammenhang stehen kann. Besonders gut dokumentiert sind Wechselwirkungen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus.
Mit den Aktionen in Graz, Wien und Innsbruck konnte die ÖGP gemeinsam mit ihren universitären Partnern zahlreiche Menschen erreichen und wichtige Informationen zur Prävention von Zahnfleischerkrankungen vermitteln. Die Veranstaltungen machten deutlich, dass Aufklärung und Gesundheitskompetenz wesentliche Voraussetzungen für eine langfristige Mund- und Allgemeingesundheit sind – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos: „Empowering lives through knowledge.“

Innsbruck

Innsbruck

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Wien

Wien

Wien

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Graz

Graz


